Alpenpanorama vom Hohenpeißenberg
gezeichnet von Magnus Reich um 1960:


...und fotografiert mit einem 175er Objektiv von Herbert Zellhuber (hohe Auflösung 900 KB)












Zur Beachtung!
Vorliegendes Panorama führt rund um den 989 m hohen Peißenberg und zeigt die über 200 km lange Alpenkette. Etwa ein Drittel der gekennzeichneten Berge liegen in Österreich. Beachtenswert ist die Erdkrümmung. Zieht man vom Hohenpeißenberg über die Jachbergspitze zum Venediger eine gerade Linie, so überragt der Venediger den Jachberg um etwa 457 m. Der Hochvogel in den Lechtaler Alpen ist westlich des Peißenbergs ab Hetten, rechts vom Schlicke sichtbar.
Geschichtliches: Der Gipfel des Hohenpeißenberges war bis zum Jahre 1514 unbewohnt. Zu dieser Zeit begann man mit dem Bau der Wallfahrtskirche und in den Jahren 1615-1619 ist die anschließende Pfarrkirche mit Herrenhaus durch das Kloster Rottenbuch erbaut worden. Der Choraltar, Seitenaltäre und Gemälde sind eine Stiftung der herzoglichen Familie. Bemerkenswert in der Pfarr- und Wallfahrtskirche sind noch zwei Holzreliefs aus dem 17. Jahrhundert, die Schnitzereien der Chor- und Emporebrüstungen, das Gnadenbild (15. Jahrh.), das schmiedeiserne Gitter (18. Jahrh.) und das Deckengemälde (1748) von Matthias Günther. Abgebildet am Deckengemälde, hinter einem Pferde hervorschauend, ist der Vater des Malers, Jakob Günther, Bauer am vorderen Peißenberg.
Ein Denkmal außen an der Pfarrkirche erinnert an den Treueschwur 1525. Bewaffnete oberländische Bauern wiesen auf dem Hohenpeißenberg das Ansinnen der schwäbischen Rebellen zur Teilnahme am kriegerischen Aufstand zurück und gelobten ihrem Landesfürsten Treue und entschlossenheit. Diese Tat führte zum Stillstand des Bauernaufstandes und zum Abzug der etwa 14.000 Schwaben aus Bayern.
Eine Steintafel aus dem Jahre 1775 über der Türe des Fürstenzimmers im Pfarrhause erinnert an den Aufenthalt des Kurfürsten Maximilian Joseph III. Die lateinische Inschrift lautet unter anderem: "Wanderer schau hier nieder ins Tal und es öffnet die Welt sich Deinem erstaunenden Blick, Wolken und Berge erstehen. Siehst du zum Himmel empor, so erglänzen die goldenen Sterne."
Im Jahre 1780 wurde auf dem Hohenpeißenberg das Observatorium, die erste deutsche Berg-Wetterstation eröffnet. Die Beobachtungen erfolgten zum Teil auf der Plattform des Kirchendaches. 1939 ist das im Westen neu errichtete Gebeude mit dem Turm bezogen worden.
von Magnus Reich
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