Das 8"f/6 Newton-Teleskop auf der Dobson-Montierung
von Herbert Zellhuber
Für den Achtzöller baute ich zusätzlich noch eine Dobsonmontierung, da das Transportgewicht verringert und die Aufbauzeit verkürzt werden sollte. Bei den Nirosta-Montierungen kommt mit den Gegengewichten usw. doch etliches zusammen. Die Höhenräder (Bild 2) stellte ich aus Edelstahlrohren im Durchmesser 168mm mit 3mm Wandstärke her und verschweißte diese mit den selbst gebogenen Rohrschellen (die Teile sind alle wieder vom Schrott). Mit vier Schrauben können diese leicht wieder vom Tubus getrennt werden. Die Rockerbox stellte ich aus 15mm Birkensperrholz her. Die Teile ließ ich mir im Baumarkt gleich fertig zuschneiden. Die bearbeiteten Sperrholzplatten wurden dann miteinander verleimt, die Kanten gerundet, verschliffen und zum Schluß mehrere Male gewachst.
Das Drehgestell für die Azimutlager schweißte ich aus Edelstahl-Vierkantrohr (Bild 3). Die drei Teflonscheiben bekam ich vor einiger Zeit mal geschenkt. Das Edelstahl-Strukturblech fand ich ebenfalls in einem Schrottcontainer. Beim ersten Test stellte ich fest, dass die Reibung zwischen den Edelstahl-Höhenrädern und den Teflonklötzchen zu gering war. Am Höhenrad klebte ich versuchsweise ein Gewebeband an, dann war der Reibwert richtig. Das Teleskop läßt sich leicht und ruckfrei nachführen, auch hohe Vergrößerungen sind damit kein Problem. Auf der Jagd nach sehr schwachen Galaxien merkte ich allerdings, dass eine parallaktische Montierung hier der Dobsonmontierung überlegen ist. Zum Nachführen per Hand mit dem Dobson ist zusätzliche Konzentration gefordert, die bei der automatischen Nachführung entfällt; längere Beobachtungen im Grenzbereich mache ich deshalb lieber mit der parallaktischen Montierung. Aber da ist wieder das lästige Rattern des Schrittmotors und das Auf- und Abbauen dauert länger...
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