Ford zerlegen - Teil 4

von Herbert Zellhuber

Getriebe zerlegen und wieder zusammenbauen

Leider hatte ich keine Beschreibung, wie das Getriebe auseinander gebaut wird. Ich verließ mich deshalb auf mein Gefühl und die Erfahrung, die ich bei Motorrad-Getrieben und dem teilweisen Zerlegen des Audi 80-Getriebes schon gesammelt hatte. Allerdings brauchte ich mir auch keine Sorgen zu machen, falls etwas kaputt ging. Schließlich dient das Ganze eh nur für Studienzwecke.


Nachdem der Deckel abgeschraubt war, sah ich das erste Getrieberadpaar (5. Gang). Ich baute ein Teil nach dem anderen ab, wobei ich jeden Arbeitsschritt mit Fotos festhielt. Auch wie die Synchronisierung funktioniert, konnte ich studieren. Dazu hatte ich immer das Fachkundebuch in der Nähe, da konnte ich alles nachlesen.

Dann versuchte ich, ob sich die Gehäuse schon voneinander trennen ließen. Ich merkte, dass nach ca. einem Zentimeter nichts mehr ging.

Also zog ich mit einem Abzieher das Getrieberad ab.

Jetzt waren nur noch die beiden Sprengringe von den Lagern abzubauen...

...und das Gehäuse ließ sich abnehmen.


Nacheinander konnte ich die Getriebewellen und das Differential abnehmen.

Nun konnte ich den Schaltmechanismus studieren.


Nachdem ich die ganze Mimik verstanden habe, wollte ich das Getriebe wieder zusammenbauen. Die Getriebewellen ließen sich nur im Leergang einsetzen. Damit sich die Zahnräder nicht verschieben konnten, drehte ich mir ein paar Hilfswerkzeuge. Die teilbaren Distanzstücke befestigte ich mit Tesa.


Um die beiden Getriebewellen mit dem Schaltmechanismus einzubauen, wären eigentlich drei - besser vier Hände - nötig. Trotzdem gelang es mir, die Teile einzusetzen, ohne fremde Hilfe in Anspruch zu nehmen. Eine Schaltklinke musste dabei etwas zurück geschoben sein (siehe blauer Pfeil), um den Schaltmechanismus einfädeln zu können. Erst danach konnte ich die Schaltklinke wieder einschieben und den Sprengring einsetzen. Das Bild rechts zeigt diese Schaltklinke im ausgebauten Zustand, da ist der Sprengring schon eingesetzt. Auch beim Ausbau der Getrieberäder samt Schaltklauen sollte der Sprengring entfernt und die Schaltklinke etwas zurück geschoben werden.


Die Montage des oberen Gehäuses gelang mir nicht auf Anhieb. Nach etlicher Überlegung erkannte ich, dass dabei der Rückwärtsgang eingelegt und zusätzlich blockiert sein muss, was mit einem Durchschlag als "Schalthebel" geschah. Damit konnte ich dann auch die Funktion der Schaltung im zusammengebauten Zustand testen. Mit Filzstift zeichnete ich die Lage der Gänge aufs Gehäuse.

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