1. Teleobjektive und Makroobjektive für die digitale Spiegelreflex-Kamera

von Herbert Zellhuber

Mit der DSLR wollte ich auch einige meiner alten Objektive für den Tele- und Makro-Bereich weiter verwenden. Dazu brauchte ich einen Objektiv-Adapter. Da es nur einen solchen mit T2-Gewinde (M 42×0,75) gab, drehte ich mir gleich einen mit M 42×1. Daran kann ich dann sämtliche Zwischenringe M 42×1direkt anschließen. Die Maße entnahm ich dem Objektiv. Mit dem Teilapparat der Fräsmaschine gelangen die Ausfräsungen erstaunlich gut.

Jetzt kann ich die DSLR-Kamera mit Hilfe zweier 6-mm-Zwischenringe an den Okularschlitten des Newton 200/1200 anschließen.


Für Nahaufnahmen im Maßstab 1:1 oder größer (je nach Schlitten-Abstand bzw. welche Zwischenringe verwendet werden) kann ich den Makroschlitten verwenden. Hier mit dem 55-mm-Objektiv...

...und hier mit dem 70er Projektionsobjektiv von Agfa.

Das 135er wird als leichtes Tele verwendet. Alle drei Objektive habe ich mal geschenkt bekommen (nochmals Danke an meinen ehemaligen Arbeitgeber Helmut Posselt).


Die DSLR am Tessar 250 mit selbstgebautem Friktionstrieb

Statt dem Tessar 250 kann mit ein paar Handgriffen der Refraktor 60/700 ans Gehäuse geschraubt werden.


Die DSLR am Refraktor 80/500



2. Vorrichtung zum Abfotografieren von Dias und KB-Negativen mit der digitalen Spiegelreflex-Kamera

Leider ging irgendwann der Diascanner kaputt. Da ich viele Dias bzw. Negative schon eingescannt hatte, würde ich einen neuen Scanner nur noch gelegentlich brauchen. Es gibt zwar verlockende Angebote im niedrigen Preissegment, allerdings habe ich Bedenken wegen der Qualität. Für einen qualitätsmäßig guten Diascanner muss man eben entsprechend in die Geldbörse greifen. Es gibt auch Geräte für ca. 100 €, mit denen man Dias abfotografieren kann. Also wollte ich versuchen, so etwas selbst zu bauen.

Die Rahmenhalter für Dias und Negative hatte ich noch vom alten Scanner. Mit dem 55-mm-Objektiv und Zwischenringen ermittelte ich den passenden Abstand. Mit diversen Aluplatten, von denen sich genügend in meinem Lager befinden, baute ich das Gehäuse.

Hier habe ich die Seitenwand abgeschraubt, um einen Blick ins Innere zu gewähren. Vielleicht schwärze ich den inneren Bereich noch oder klebe schwarzes Tonpapier ein. Solange aber keine Reflexionen stören, ist dies nicht zwingend notwendig.

Die beste Randschärfe wurde zwischen Blende 5,6 und 8 erreicht.

Erste Versuche ergaben, dass die Leuchtplatte ungleichmäßig ausgeleuchtet ist. Die besten Ergebnisse erhielt ich, wenn der Bereich im quadratischen Rahmen gewählt wird.



Die Belichtungszeit sollte beim Abfotografieren von Dias und Negativen etwas länger sein, nach bisheriger Erfahrung ca. das Doppelte. Um die richtige Belichtungszeit zu ermitteln, machte ich eine Belichtungsreihe. Der richtige Wert liegt hier zwischen dem zweiten und dritten Bild (je nach Monitor und dessen Einstellung). Je besser die Belichtungszeit getroffen wurde, umso leichter lässt sich das Bild nachher optimieren.
Bei den Farbnegativen der oberen Reihe wurden nach dem Abfotografieren die Farben invertiert (untere Reihe). Mit dem Bildbearbeitungsprogramm Photoshop Elements geschieht das über das Menü Filter - Anpassungsfilter - Umkehren.

Nach dem Invertieren der Negative bzw. dem Abfotografieren der Dias werden die Bilder zugeschnitten und dann mit dem Bildbearbeitungsprogramm weiter verbessert. Ich mache das meistens nur über das Menü Überarbeiten - Beleuchtung anpassen - Tonwertkorrektur. Gelegentlich nehme ich Korrekturen über das Menü Überarbeiten - Beleuchtung anpassen - Helligkeit/Kontrast oder Tiefen/Lichter vor, das Menü Farbe anpassen brauchte ich bisher nur selten. Allerdings muss ich gestehen, dass auch bei mir eine intensive Einarbeitung nötig war, die drei Regler an den drei Farbkanälen jeweils so einzustellen, damit ein optimales Ergebnis erzielt wird. Auch hier gilt: Übung macht den Meister!

Erfreut konnte ich nach weiteren Versuchen feststellen, dass die Schärfe der Bilder gegenüber dem Diascanner nicht schlechter ist. Der Bau dieser Vorrichtung hat sich also gelohnt. Als großen Pluspunkt sehe ich mittlerweile, dass durch das Abfotografieren viele Filmfehler großzügig toleriert werden. Beim "richtigen" Scanner war jedes kleine Bläschen und Kratzer zu sehen, was oftmals erst durch eine aufwändige Retusche ausgebessert werden konnte. Einen neuen Scanner werde ich mir jedenfalls nicht anschaffen.

3. Die Hohlkehle

Will man beim Abfotografieren von kleineren Objekten einen gleichmäßigen Hintergrund haben, kann dazu ein aufgezogenes Tuch verwendet werden. Ich befestigte dieses Tuch mit Reißnägeln an einen alten Besenstiel und kann dieses bei Bedarf ausrollen. Im Bild ist diese Vorrichtung vor dem Holzschuppen aufgebaut.

4. Der Reproständer


Beim Abfotografieren von Dokumenten oder Bildern ist ein Reproständer sehr praktisch. Ich stellte mir diesen aus verschiedenen Teilen aus dem Abfall her und ist leicht zerlegbar.


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