Ich teilte den Spiegel in drei Zonen ein, siehe Bild links. Somit ergeben sich mittlere Spiegelzonen mit dem Radius von 45 und 65mm. Ein Parabolspiegel hat bekanntlich in den jeweiligen Zonen entsprechend andere Krümmungsradien. Diesen Krümmungsradius p kann man berechnen. Man benötigt dazu den Krümmungsradius des (sphärischen) Spiegels r (hier 2240mm) und den mittleren Radius der Spiegelzone z (hier 45 und 65mm). Aus der Formel
p = ( z² : r : 2 ) + r ergeben sich folgende Werte:
Das Bild rechts zeigt den schematischen Aufbau zwischen Lichtquelle, Stellung der Messerschneide und Abstand zum Spiegel. Bei einfach gebauten Foucault-Testern kann man die Lichtquelle und die Messerschneide nur parallel zum Spiegel bewegen (eine seitliche Feinbewegung der Messerschneide ist jedoch immer nötig). Beim entsprechenden Abstand von Lichtquelle und Messerschneide zum Spiegel - dies kann sehr genau mit einer Messuhr bestimmt werden - wäre dann die jeweilige Zone gleichmäßig grau ausgefüllt.
Es ist aber günstiger, wenn beim Foucault-Tester die Messerschneide unabhängig von der Lichtquelle in die Richtung des Spiegels verschoben werden kann - wie im Bild links gezeigt. Zum Berechnen der benötigten Schnittweitendifferenz s braucht man ebenfalls den mittlerer Radius der Spiegelzone z und den Krümmungsradius r des Spiegels. Aus der Formel
s = z² : r
ergeben sich folgende Werte:
Beim ITV 2003 sah ich eine interessante Spiegelschleifmaschine für den Grobschliff. Statt dem üblichen Vorschleifen mit 80er Carbo würde ich mir nun ein ähnliches Gerät bauen. Sie ist mit Regalwinkeln usw. recht einfach herzustellen. Die gekrümmten Schienen entsprechen der Form des Spiegels (Radius = doppelte Brennweite). Die Flex hat eine diamantbestückte Schleifscheibe. Der Erbauer dieser Maschine war gerne bereit, mir die Vorgehensweise beim Schleifen zu erklären: