Ein parallaktischer Astrosessel mit binokularem Spiegelteleskop
Die ganze Nacht um sein Teleskop herumzuwandern kann sogar schon gesunden Menschen lästig werden, für Behinderte und Senioren wird es zu einer Herausforderung. Um dem abzuhelfen, habe ich eine bequeme Montierung entwickelt - und sie auch schon als Patent angemeldet.
Mein Leben lang träumte ich davon, den Sternenhimmel bequem beobachten zu können und sozusagen wie ein Astronaut schwerelos zwischen Himmel und Erde zu schweben. Diesen Traum habe ich mit dem hier vorgestellten Binokular-Teleskop mit parallaktischem Astrosessel realisiert. Denn mit zwei Augen kann man bekanntlich besser sehen als mit nur einem und so auch die Grenzenlosigkeit des Alls eindrucksvoller auf sich wirken lassen. Darum sollte es ein großes Binokular werden.
Das binokulare Spiegelteleskop mit parallaktischem Astrosessel und der Erbauer Alexander Schmidt
Es gestattet die Himmelsbeobachtung mit einem schwebenden Eindruck, welcher der Schwerelosigkeit nahe kommt.
Die Optik umfasst zwei Systeme: Das Hauptbinokular, bestehend aus zwei Newton-Teleskopen 250mm/f =1250mm mit einem 1°-Bildfeld. Und das Sucherbinokular mit seinen zwei Refraktoren 100mm/f =400mm und 4,5º Bildfeld. Mit Hilfe zweier Planspiegel kann man vom einen System auf das andere umschalten, Magnete sorgen für die sichere Fixierung der jeweiligen Einstellung.
Die Montierung besteht aus vier Baugruppen: Dem dreieckigen Bodenrahmen, der Gabel, dem Sesselrahmen und dem Teleskoprahmen
Der dreieckige Bodenrahmen hat drei Füße mit Rollen, beim Beobachten wird diese Vorrichtung unter die Gummirollen gelegt.
Das Konzept der Gabel wurde dem berühmten Palomar-Teleskop abgeschaut. Das untere Lager hat 25 mm Durchmesser, das obere hat Hufeisenform und einen Radius von 315 mm. Als Zahnrad für den Schrittmotorantrieb fungiert eine auf die 325 mm Radius gebogene Gewindestange. Die Deklinationslager sind fest auf der Gabel montiert.
Der Sesselrahmen trägt den Sitz mit seiner in zwei Positionen einrastenden Rückenlehne. Weiterhin enthält er eine Kopfstütze und eine Fußstütze, die Verbindung zum Teleskoprahmen, die Antriebssteuerung und einen PC-Tisch.
Der Teleskoprahmen schließlich trägt die beiden Newton-Teleskope, die mit Gurten gehalten und über Passstifte sicher positioniert werden. Der Doppelrefraktor und die Okulareinheit können genau reproduzierbar fixiert werden. Gewicht 12kg.
Die gesamte Anlage lässt sich innerhalb von zwei Minuten aufbauen und auch wieder auseinandernehmen. Alle Baugruppen zusammen wiegen 42kg und lassen sich gut transportieren. Einschließlich des Beobachters trägt die Montierung nachgewiesenermaßen bis zu 165kg.
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