Das Zaunpfahl-Teleskop von Hanno Falk
Ich habe meinen ehemaligen Meade 12.5"/1500mm Starfinder Dobson, den ich inzwischen meisten auf einer EQ6 betreibe, zu einem tubuslosen Einzelbalken-Teleskop umgebaut, um den HS besser zu belüften. Ich hatte immer heftiges Tubus-Seeing und fusselige Sterne.
Jetzt ist alles super, keine Schwingungsprobleme, keine nennenswerte Torsion oder Biegung des 86 mm Zaunpfahls. Stabile Kollimierung und etwa doppelt so gute (fast beugungsbegrenzte) Auflösung. Die komplette Balkenkonstruktion ist 6 kg leichter (18 kg incl. HS, FS, Sucher, 2"x2"-FeatherTouch(!)-OAZ und Prismenschine) als die Original-Hartfaserröhre. Das Teil passt optimal auf meine EQ6 und mit einem Adapter kann ich es immer noch als Dobson betreiben.
Es gibt natürlich auch Nachteile: Wenn gar kein Wind weht, muss man mit der Körperwärme aufpassen - ein Ventilator hilft da sehr. Und für die Venus oder Merkur bei Tage dicht neben der Sonne braucht man unbedingt einen Sonnenschirm, sonst versengt man sich die Schulter.
Der Zaunpfahl war übrigens wirklich 6 Jahre echt in Benutzung. Die optionale Streulichtblende hat jetzt einen Überzug aus Acetat-Samt bekommen, der ist deutlich schwärzer als Ruß. Und ich benutze fast immer einen Baader 1.7x Newtonian Coma-Corrector, der eigentlich zu meinem Baader-Bino gehört mit Meade UWA-Okularen (4.7-30mm, 82°).
Clear skies!
Hanno Falk
Flensburg
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