Teleskope mit der Astromedia-Optik 70/450

Es gibt einen Kartonbausatz (wie früher die Ritterburgen) für ein funktionsfähiges Spiegelteleskop. Das Teleskop schaut, wenn es in Original aufgebaut wird, wie im Bild links aus.
Webseite: www.astromedia.de
Aber der originale Kartontubus ist nicht so stabil, wie manch ein Teleskopbesitzer es gerne hätte - so sind schon einige außergewöhnliche Teleskope mit der 70/450mm Optik entstanden. Daraus hat sich der "inoffizielle 70mm Club" etabliert.

Wenn Jemand ein weiteres Beispiel hinzuzufügen hat, dann bitte her mit den Bildern! Hier also die bisherigen Teleskope des "70mm Club":

Der Kugelblitz 70/450 von Jens Geibel


Jens Geibel baute sich noch ein Leichtbauteleskop. Das Rohr ist ein Regenrinnenwasserfallrohr, welches es im Baumarkt gibt. Die Halterung des Spiegels ist ein Nutella-Deckel in den ich noch drei Schraubenösen geschraubt habe, um den Spiegel einigermaßen justieren zu können. Das Rohr wurde natürlich von innen Schwarz lackiert und am oberen Ende mit Velours beklebt. Der Fokusierer ist aus Plastik und ist schön leicht. Das Teleskop ohne Stativ aber mit Sucherpointer und Okular wiegt 750 Gramm und mit Stativ wiegt es 1800 Gramm (am schwersten ist die selbstgebaute Gabel, die ist aus lackiertem Edelstahl) und insgesammt mit Dreibeinstuhl 2500 Gramm. Klasse Reisefernrohrequipment mit nur 2,5 Kilo (leicht)


Spiegelteleskop 70/450 aus Legosteinen

Hergestellt aus Konservenbüchsen (Azimutachse in Murmeln gelagert!)

Gewindestangen-Newton


Erbauer von KLEIN70: Silvio Hertli


Lebkuchenson von Silvio Hertli
Gesamtgewicht: 2,6kg - davon schätzungsweise 90% der Gesamtmasse essbar
Folge: effektive Lebensdauer voraussichtlich 6 Tage


Wilhelm Scharenberg zeigt seine wesentlich verstärkte Ausführung, auch die Fang- und Hauptspiegel-Justierung wurde deutlich verbessert. Seine Webseite: www.ferromel.de/optex.htm


Als ich letztens meinen unbenutzten Astromedia-Spiegel 70/450 und meinen unbenutzten Tchibo-Torpedo sah, kam ich auf die Idee, den Spiegel einfach in den Tubus einzusetzten, um es als Großfeldteleskop und als Sucher für mein 8" Dobson zu nutzen. Also: Tubus gekürzt, Spiegel eingesetzt, Leitrohrschellen besorgt und auf den Dobson montiert. Es funktioniert super, habe auch keine Gleichgewichtsprobleme. Mit dem 20-mm-Okular erreiche ich damit ca. 3°, die Gürtelsterne vom Orion passen rein! Konnte es bis jetzt einmal im Hunsrück bei 6,8 Mag testen und es hat sich bewährt. M51 und M101 (um Beispiele zu nennen) waren auffällige Objekte und die Randbereiche von M13 waren bereits aufgelöst.

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