Meine selbstgebauten Sucherfernrohre

von Herbert Zellhuber

Lange war ich auf der Suche nach einem 50mm-Objektiv aus einem ausrangierten Feldstecher, bis ich durch Zufall beim ITV-Flohmarkt eins für 5 DM entdeckte.
Den Tubus fertigte ich aus einem passenden Alurohr, dessen Oberfläche war sogar gold-eloxiert! Um das Objektiv am Tubus anschrauben zu können, drehte ich mir einen entsprechenden Adapter, den ich mit dem Tubus verklebte. Für das hintere Ende fertigte ich mir ein weiteres Drehteil, um 1¼"-Okulare aufnehmen zu können. Somit kann ich verschiedene Okulare verwenden, um Vergrößerungen zwischen 7 und 10fach zu erhalten. In das Okular kann sogar ein Nebelfilter eingeschraubt werden, um die Suche nach Gasnebeln zu erleichtern. Fokussiert wird durch einfaches Verschieben des Okulars und klemmen mit einer Rändelschraube. Den Tubus verkleidete ich innen mit schwarzer Veloursfolie (sogenanntes dc-fix, erhältlich im Baumarkt oder Tapetenhandel), um störende Reflexionen zu vermeiden und einen guten Kontrast zu erhalten. Ich baute noch eine Sucherhalterung aus Edelstahl dazu (zwei dünne Rohre abgedreht, ein Vierkantrohr zugesägt und miteinander verschweißt). Mit sechs Rändelschräubchen kann der Sucher parallel zum Fernrohr justiert werden.
Bei einem geradsichtigen Sucher kann das Einblickverhalten manchmal ungünstig sein, z.B. in Zenitnähe. Außerdem ist das Bild um 180° gedreht. Um ein günstigeres Einblickverhalten zu haben, baute ich noch einen kürzeren Tubus mit den entsprechenden Adaptern. Somit kann ein Zenitprisma angebaut werden. Da ein "normales" Prisma jedoch eine seitenverkehrte Abbildung liefert, benütze ich ein sogenanntes Dachkantprisma.

zur Startseite